Kaffee bei Gicht

Eine mögliche Verbindung zwischen dem Konsum von Kaffee und dem Auftreten von Gicht war das Thema diverser Studien zu Gicht und Harnsäure. Es scheint wenig Zweifel zu geben, dass tatsächlich eine Verbindung besteht, aber es sind noch weitere Studienergebnisse nötig, um zweifelsfrei festzustellen, wie genau diese Verbindung aussieht. Studien sollte man grundsätzlich mit Vorsicht genießen und nicht zu voreiligen Schlüssen kommen. Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen allerdings, dass das Trinken von Kafee den Harnsäurespiegel im Blut senkt. Das Senken des Harnsäurespiegels ist entscheidend, wenn man Gicht besser in den Griff bekommen will. Daher sind derartige Studien von äußerster Wichtigkeit.

Kaffee bei Gicht


Grundsätzlich sollte man als Betroffener alle sinnigen Möglichkeiten in Betracht ziehen, die den körpereigenen Harnsäurespiegel unter 6mg/dL senken. Unter Umständen ist sogar eine Senkung unter 5mg/dL sinnvoll, und zwar dann, wenn man unter Tophi (Gichtknoten) leidet oder schon seit mehreren Jahren an Gicht erkrankt ist.

Inwieweit Kaffee hilfreich dabei ist, ein solches Ziel zu erreichen, hängt vom Einzelfall und sonstigen Umständen ab. Häufige Messungen des Harnsäurespiegels sind wohl der beste Hinweis dafür, ob Kaffee im Individualfall einen entscheidenden Effekt auf das Harnsäurelevel hat oder eben nicht.

Eine Studie zeigte auf, dass bei Leuten mit hohem Kaffeekonsum deutlich seltener Gicht auftrat als bei Personen mit geringem oder keinem Kaffeekonsum. Das heißt nicht, dass Kaffee Gicht heilt, sondern nur, dass erhöhter Konsum von Kaffee, rein statistisch gesehen, das Risiko, an Gicht zu erkranken, verringert. Eine frühere Studie zeigte im Übrigen ähnliche Resultate. Bei Kaffee könnte es sich also um ein gutes Mittel zur Prävention von Gicht handeln.

Um genaue, verlässliche Ergebnisse zu liefern, sind noch weitere, ausführliche Studien nötig. Generell kann man jedoch vorsichtig sagen, dass Kaffeekonsum in sinnvollem Maß bei Gicht nicht bedenklich ist, sondern offenbar eher Vorteile mit sich bringen kann. Gewöhnlich gilt Kaffee als ein Getränk, das man als Gichtkranker problemlos konsumieren kann. Die enthaltenen Purine scheinen nicht zu Harnsäure abgebaut zu werden. Geringe Mengen an Kaffee sollte man also ohne Bedenken konsumieren können. Ist man sich unsicher, frägt man am besten einen Arzt.

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