Gichtanfall

Bei einem akuten Gichtanfall treten plötzlich äußerst starke Schmerzzustände an den betroffenen Gelenken auf. Berührt man die von der Krankheit heimgesuchten Körperteile, kommt es zu noch intensiveren Schmerzen. Die von Gicht affektierten Gelenke sind optisch deutlich an den starken Schwellungen und Rötungen zu erkennen. Bei Berührung merkt man neben dem Schmerz zudem auch eine deutliche Überwärmung. Auf Grund der Entzündung kann es auch zu generellen Entzündungssymptomen wie Fieber, Leukozytose (erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen im Blut) und übermäßig hohen Harnsäurewerten im Blut kommen. Bei einem akuten Gichtanfall muss es jedoch nicht zwangsweise zu erhöhten Harnsäurewerten kommen, ein einziger Befund von einem normalen Harnsäurewert reicht daher nicht aus, um festzustellen, dass keine Gicht vorliegt.

Gichtanfall


Wird ein Gichtanfall nicht behandelt, so kann er durchaus bis zu drei Tage anhalten. Die Dauer einer einzelnen Gichtanttacke kann dabei von Tag zu Tag zunehmen.
Symptome eines Gichtanfalls:
  • Schmerzen an den betroffenen Gelenken und umliegendem Gewebe
  • Schwellungen und Rötungen
  • Fieber
  • erhöhte Zahl von weißen Blutkörperchen
  • erhöhter Harnsäurespiegel (nicht zwangsweise)
Am häufigsten von Gichtanfällen betroffenen Körperstellen:
  • Sprunggelenk
  • Zehengelenke (Fußgicht im Großzehengelenk, “Podagra”)
  • Kniegelenk
  • Fingergelenke
  • Handgelenk (auch “Chiragra”)
Bei einem akuten Gichtanfall werden nicht sämtliche Gelenke von Schmerzen heimgesucht, sondern in der Regel typische Körperzonen wie die zuvor gelisteten Gelenke.

Therapie eines Gichtanfalls
Es gibt diverse Gicht Behandlungsmöglichkeiten, wie unter anderem verschiedene Medikamente gegen Gicht. Bei chronischer Gicht empfiehlt es sich zudem in jedem Fall, eine auf das Krankheitsbild hin abgestimmte Gicht Ernährung einzuhalten. Eine solche Ernährungsweise zielt darauf ab, den Harnsäurespiegel durch das Vermeiden stark purinhaltiger Nahrung zu reduzieren und schließlich auf einem gesunden Level zu halten. Zudem sollte Übergewicht gemieden und ein gesundes Körpergewicht angestrebt werden. Bestimmte Lebensmittel gelten als besonders gefährlich für Gichtkranke und Gichtgefährdete, zu diesen Nahrungsmitteln zählt beispielsweise Alkohol bei Gicht. Als Gichtkranker lohnt es sich, eine Gicht Ernährungstabelle zu besitzen, idealerweise zusammen mit einem Kochbuch, das Rezepte für gichttaugliches, purinarmes Essen enthält. Auf Genuss muss man als Gichtpatient mittlerweile keinesfalls mehr verzichten, da es diverse Gichtkochbücher gibt, die es einem trotz der Krankheit ermöglichen, delikat zu speisen.

Behandlungsziele sind bei allen Therapieoptionen in erster Linie das schnelle Lindern der Gelenkschmerzen und Entzündungen sowie das Aufhalten der Ausbreitung der Erkrankung. Am sinnvollsten ist eine Behandlung, bei der sowohl geeignete Medikamente zum Einsatz kommen sowie eine auf die Gicht hin optimierte Ernährungsweise, welche sowohl das Verringern von Harnsäure im Blutkreislauf sowie die Reduktion von exzessivem Körpergewicht bewirkt. Was Arzneimittel anbelangt, so können viele gängige Schmerzmittel lediglich dazu dienen, Schmerzsymptome zeitweilig zu unterdrücken, um so den Alltag bei Gicht angenehmer zu gestalten. Auf lange Sicht muss es jedoch Ziel sein, die Krankheit ursächlich zu behandeln, wozu spezielle Gichtmedikamente und eine Gichtdiät auch gedacht sind.

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