Gichtfinger

Die Gicht ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung, die zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Gelenken und Geweben führt und die Niere dauerhaft schädigt, bis hin zu Niereninsuffizienz, was nichts anderes ist als chronisches Nierenversagen.

Gichtfinger


Eine chronische Gicht entsteht meist erst, wenn man mehrere Gichtanfälle hatte, wobei dabei erst einmal keinerlei typische Symptome vorhanden sein müssen, wenn ein Gichtanfall vorbei ist. Die Harnsäurekristalle, die sich im Körper befinden, reizen die Gelenke bis hin zur Entzündung und können diese nach und nach zerstören.

Erst mit der Zeit fangen die Gelenke an zu schmerzen. Gicht am Finger ist häufig das erste auffällige Anzeichen. Die Gicht an den Fingergelenken ist auch besonders schmerzhaft, da man die Hände für fast jede Tätigkeit benötigt. Ein Gichtfinger ist ein sehr typisches Kennzeichen von Gicht, ebenso wie ein dickes Großzehengrundgelenk bei Fußgicht (Podagra).

Die Medikamente, die es in der Vergangenheit auf dem Markt gab, bekämpften nur die Symptome der Gicht und so blieb auch die Gicht der Fingergelenke eine chronische Krankheit. Inzwischen gibt es aber moderne Arzneimittel und Behandlungsverfahren gegen die Gicht und somit wird auch die chronische Gicht, wie auch der Gichtfinger, immer seltener.

Nach einem Gichtanfall sollten Sie einmal in Ruhe Ihren Speiseplan überdenken und versuchen, Lebensmittel mit einer hohen Harnsäurekonzentration wie Forelle, Hering, Sprotten, Grillhähnchen, Leber, Niere, aber auch Suppenwürfel und Bäckerhefe zu vermeiden, da dies auf Dauer erneut zu einem Gichtschub führen könnte.

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