Soja bei Gicht

Lebensmittel aus Soja gelten traditionell als besonders purinreiche Nahrungsmittel, auf welche man als Gichtleidender besser verzichten sollte. Zu erhöhten Harnsäurewerten (Hyperurikämie) kommt es bei Vegetariern oder Veganern beispielsweise aber eher selten. Es könnte sein, dass Purine aus pflanzlichen Quellen anders beschaffen sind oder anders vom menschlichen Körper verarbeitet werden, als diejenigen aus tierischen Quellen. Bislang gilt aber nach wie vor, gemäß gängigen Ernährungsratgebern und Studien, dass man Sojaerzeugnisse lieber ob des hohen Purinanteils vermeiden sollte.

Soja bei Gicht


Sojabohnen enthalten zudem viel Eiweiß und proteinreiche Ernährungsweisen sollen das Auftreten von Gicht ebenfalls begünstigen.

Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, muss aber eventuell nicht zwangsweise gänzlich auf Soja verzichten.

Manche Hersteller vertreiben Sojaprodukte, die durch längeres Aufweichen und Auskochen während der Herstellung von Bitterstoffen befreit werden.

Die so verarbeiteten Sojabohnen sollen auch für Gichtkranke geeignet sein, da der Anteil an Purinen im Endprodukt durch die spezielle Verarbeitung verringert wird.

So bieten manche Firmen beispielsweise Tofu an, das nur 20mg Purine auf 100g aufweist, auch nicht mehr als beispielsweise 100g Brot.

Es häufen sich aber auch Stimmen, denen gemäß der Anteil an Purinen allgemein in Sojaprodukten gar nicht so hoch ist wie oft behauptet. So sollen die meisten Sojaerzeugnisse auch nicht mehr Purine enthalten als die meisten anderen Hülsenfrüchte.

Im Idealfall frägt man einen Facharzt, der kann einem wohl genauere Auskunft erteilen, wie der aktuellste Stand der Dinge ist.

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